Greenpeace sagt: Diesel-PKW vernichten die Urwälder

Die Umweltorganisation Greenpeace kommt nach neuesten Untersuchungen zu dem Schluss, dass Dieselfahrzeuge trotz Rußpartikelfilter und Biokraftstoffen immernoch nicht umweltfreundlicher geworden sind. Die Umweltschützer haben verschiedene Dieselkraftstoffe in sechs deutschen Bundesländern getestet. Der Anteil von Palm- und Sojaöl ist demnach im Selbstzünderkraftstoff auch weiterhin hoch. Um diese Öle zu gewinnen werden in Indonesien und Argentinien Urwälder gerodet und Plantagen angelegt. Wenn diese Flächen gerodet und trocken gelegt werden, gelangt Kohlenstoff als CO2 in die Luft und beschleunigt den Klimawandel. Außerdem wird die Heimat von bedrohten Tierarten wie dem Orang-Utan und dem Sumatra-Tiger zerstört.

Greenpeace hat Sommerdiesel an 55 Tankstellen in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein getestet und kam zu dem Ergebnis, dass der sogenannte Agrospritanteil im Diesel zu 25 Prozent aus Sojadiesel und zu 10 Prozent aus Palmöldiesel besteht. Der restliche Teil besteht aus Raps.

Die Bundesregierung fördert nicht nur das Nachrüsten von Partikelfiltern, sondern auch die Nachfrage von Agrosprit. Das kürzlich verabschiedete Energiekonzept der Regierung sieht vor, dass im Jahr 2050 85 Prozent des Krafstoffes mit Agrosprit gedeckt wird. Greenpeace fordert die Abschaffung der gesetzlich verpflichtenden Beimischungsquote und eine Nachbesserung der Nachhaltigkeitskriterien.

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