Käufer müssen mit verstopften Rußpartikelfiltern rechnen

Dass Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter nicht für die alleinige Nutzung auf Kurzstrecken geeignet sind, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Dass man dies als Käufer beachten muss hat jetzt das Oberlandesgericht in Hamm beschlossen.
Ein neues Urteil des Gerichts besagt, dass verstopfte Rußpartikelfilter bei Autos mit Dieselmotor nicht als Sachmangel gewertet werden dürfen. Dass der Filter sich ohne regelmäßiges Freibrennen zusetzt und somit verstopft, sei der Stand der Technik, so die Richter.

Anlass zu diesem Urteil war die Klage eines Käufers, der seinen neuen Diesel-Pkw vor allem auf Kurzstrecken in der Stadt einsetzt. Unter diesen Einsatzbedingungen erreicht der Partikelfilter nicht die notwendige Temperatur um sich durch Verbrennen der eingelagerten Rußpartikel selber zu regenerieren. Dies führte dazu, dass der Fahrzeughalter über eine Warnlampe im Armaturenbrett zum Freibrennen aufgefordert wurde. Dies wäre bei einer längeren Fahrt mit höherer Geschwindigkeit über Landstraßen oder Autobahnen möglich gewesen. Der Käufer fand diese Lösung auf Dauer zu umständlich und wollte den Kauf rückgängig machen.

Vor dem Abschluss eines Kaufvertrages sollte man sich sicher sein ob das Auto auch alle Ansprüche erfüllt

Die Richter wiesen die Klage zurück. Ihre Begründung: Das Freibrennen ist bei fast allen Dieselmotoren mit Partikelfilter notwendig und entspricht demnach dem Stand der Technik. In der Bedienungsanleitung findet man Hinweise auf die Notwendigkeit der regelmäßigen Regeneration als Teil der allgemeine Wartungsvorschriften. Dies ist laut Gericht ausreichend und darum muss der Händler auch nicht extra auf diesen Umstand hinweisen.

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