Rußpartikelfilter nachrüsten: es ist noch genug Fördergeld da

Die staatliche Föderung für das Nachrüsten von Rußpartikelfiltern endet in knapp drei Wochen, doch es gerade einmal zwei Drittel des Fördertopfes beansprucht worden. Das Geld reicht für insgesamt 160.000 Nachrüstungen, doch bislang sind nur 106.900 Anträge auf Förderung beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und AUsfuhrkontrolle eingegangen. Dadurch können bis zum Jahresende noch 53.100 Anträge gestellt werden.

Jeder Fahrzeughalter, der seinen Diesel-Wagen mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten lässt, erhält auf Antrag 330 Euro vom Staat zurück. Hierfür gilt aber die Bedingung, dass die Rußpartikelfilter bis spätestens zum 31. Dezember 2010 eingebaut werden müssen. Die Förderung gibt es für Pkw, die bis zum 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden und für leichte Nutzfahrzeuge die ihre Erstzulassung vor dem 16. Dezember 2009 bekommen haben.

Wer auch im kommenden Jahr mit seinem Dieselfahrzeug in die Umweltzonen fahren möchte, für die eine grüne Umweltplakette benötigt wird, sollte sein Fahrzeug mit einem Rußpartikelfilter ausstatten (lassen). Wer es innerhalb der nächsten drei Wochen erledigt, kann auch noch vom Fördergeld der Bundesregierung profitieren. Den Antrag und weitere Informationen findet man hier.

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Neue Abgasnorm ab 2011

In der letzten Woche wurde die Winterreifenpflicht offiziell im Bundesrat bestätigt, doch bei all dem Wirbel um die neue Reifenverordnung kommen oft die anderen Verordnungen zu kurz, die dort ebenfalls beschlossen wurden und Autofahrer im gleichen Maße betreffen.

Da wäre zum Beispiel die Antragsfrist für die Förderung des Nachrüstens von Rußpartikelfiltern, die zum 31.12.2010 ausläuft. Wer einen Pkw oder ein leichtes Nutzfahrzeug oder Wohnmobil fährt dass nicht mehr als 3,5 Tonnen wiegt und mit Diesel betrieben wird nachrüsten lassen möchte, kann seinen Antrag noch bis zum 15.02.2011 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellen. Die dafür benötigten Antragsformulare findet man hier: www.pmsf.bafa.de Wenn der Antrag genehmigt wird, bekommt man den staatlichen Zuschuss von 330 Euro. Das Nachrüsten muss allerdings noch in diesem Jahr stattfinden. Einen Anspruch auf die Förderung haben Diesel-Pkw die vor dem 01.01.2007 zugelassen wurden und leichte Nutzfahrzeuge die vor dem 17.12.2009 zugelassen worden sind.

Ebenfalls wichtig für Dieselfahrer ist, dass die Steuerbefreiung mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 endet. Allerdings wird sie in abgeschwächter Form wieder neu angeboten werden. Diesel-Fahrzeuge, die der Euro 6-Norm entsprechen und frühestens am 01.01.2011 neu zugelassen werden, erhalten eine einmalige Steuervergünstigung in Höhe von 150 Euro pro Fahrzeug. Diese Vergünstigung ist bis 2013 befristet.

Ab dem 01. April 2011 fällt der Diesel-Zuschlag weg. Dieser war am 01.04.2007 in Kraft getreten und sorgte dafür, dass Diesel-Pkw, die entweder keine oder eine wenig wirksame Partikelminderungstechnik aufweisen konnten, keine Partikelminderungsklasse oder –stufe erhalten haben. Für diese Fahrzeuge musste jährlich ein Zuschlag von 1,20 Euro pro angefangene 100 cm3 zusätzlich zu Regelbesteuerung gezahlt werden. Das wir ab dem kommenden Jahr nicht mehr nötig sein.

In einigen deutschen Städten werden Autos mit roten Plaketten in Zukunft ausgesperrt

Zu guter Letzt wird es auch neue, oder verschärfte, Umweltzonen geben. Ab dem 1.März braucht man in Leipzig eine Umweltplakette für bestimmte Gebiete und ab dem 1. Juli wird dies auch im baden-württembergischen Markgröningen der Fall sein. Augsburg, Osnabrück, Düsseldorf und Wuppertal werden ihre Regelungen verschärfen und verweigern Autos mit roter Plakette, teilweise schon ab dem Jahreswechsel, die Durchfahrt.

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Käufer müssen mit verstopften Rußpartikelfiltern rechnen

Dass Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter nicht für die alleinige Nutzung auf Kurzstrecken geeignet sind, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein. Dass man dies als Käufer beachten muss hat jetzt das Oberlandesgericht in Hamm beschlossen.
Ein neues Urteil des Gerichts besagt, dass verstopfte Rußpartikelfilter bei Autos mit Dieselmotor nicht als Sachmangel gewertet werden dürfen. Dass der Filter sich ohne regelmäßiges Freibrennen zusetzt und somit verstopft, sei der Stand der Technik, so die Richter.

Anlass zu diesem Urteil war die Klage eines Käufers, der seinen neuen Diesel-Pkw vor allem auf Kurzstrecken in der Stadt einsetzt. Unter diesen Einsatzbedingungen erreicht der Partikelfilter nicht die notwendige Temperatur um sich durch Verbrennen der eingelagerten Rußpartikel selber zu regenerieren. Dies führte dazu, dass der Fahrzeughalter über eine Warnlampe im Armaturenbrett zum Freibrennen aufgefordert wurde. Dies wäre bei einer längeren Fahrt mit höherer Geschwindigkeit über Landstraßen oder Autobahnen möglich gewesen. Der Käufer fand diese Lösung auf Dauer zu umständlich und wollte den Kauf rückgängig machen.

Vor dem Abschluss eines Kaufvertrages sollte man sich sicher sein ob das Auto auch alle Ansprüche erfüllt

Die Richter wiesen die Klage zurück. Ihre Begründung: Das Freibrennen ist bei fast allen Dieselmotoren mit Partikelfilter notwendig und entspricht demnach dem Stand der Technik. In der Bedienungsanleitung findet man Hinweise auf die Notwendigkeit der regelmäßigen Regeneration als Teil der allgemeine Wartungsvorschriften. Dies ist laut Gericht ausreichend und darum muss der Händler auch nicht extra auf diesen Umstand hinweisen.

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Greenpeace sagt: Diesel-PKW vernichten die Urwälder

Die Umweltorganisation Greenpeace kommt nach neuesten Untersuchungen zu dem Schluss, dass Dieselfahrzeuge trotz Rußpartikelfilter und Biokraftstoffen immernoch nicht umweltfreundlicher geworden sind. Die Umweltschützer haben verschiedene Dieselkraftstoffe in sechs deutschen Bundesländern getestet. Der Anteil von Palm- und Sojaöl ist demnach im Selbstzünderkraftstoff auch weiterhin hoch. Um diese Öle zu gewinnen werden in Indonesien und Argentinien Urwälder gerodet und Plantagen angelegt. Wenn diese Flächen gerodet und trocken gelegt werden, gelangt Kohlenstoff als CO2 in die Luft und beschleunigt den Klimawandel. Außerdem wird die Heimat von bedrohten Tierarten wie dem Orang-Utan und dem Sumatra-Tiger zerstört.

Greenpeace hat Sommerdiesel an 55 Tankstellen in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein getestet und kam zu dem Ergebnis, dass der sogenannte Agrospritanteil im Diesel zu 25 Prozent aus Sojadiesel und zu 10 Prozent aus Palmöldiesel besteht. Der restliche Teil besteht aus Raps.

Die Bundesregierung fördert nicht nur das Nachrüsten von Partikelfiltern, sondern auch die Nachfrage von Agrosprit. Das kürzlich verabschiedete Energiekonzept der Regierung sieht vor, dass im Jahr 2050 85 Prozent des Krafstoffes mit Agrosprit gedeckt wird. Greenpeace fordert die Abschaffung der gesetzlich verpflichtenden Beimischungsquote und eine Nachbesserung der Nachhaltigkeitskriterien.

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Förderung oder Überforderung – Rußpartikelfilter-Nachrüstung in der Kritik

am 13. Mai 2010 wurde eine angepasste Richtlinie zur Förderung der Rußpartikelfilter in Deutschland in Kraft gesetzt. Bis zu 330 Euro Zuschuss wird vom Staat garantiert, wenn der Halter eines PKW, Wohnmobils oder leichten Nutzfahrzeuges bis 3,5 t die Nachrüstung des Rußpartikelfilters umsetzt. Ab dem 01.06. des Jahres können dann die Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) eingereicht werden. Auch diejenigen, die bereits vor dem Inkraftsetzens der neuen Richtlinie dieses Schritt gegangen sind, können auf eine nachträgliche Zahlung für die Nachrüstung hoffen. Allerdings zeigt sich die Subventionierung vom Staat als stark limitiert. Finanzielle Mittel für nur 160.000 Nachrüstungen sind im Fördertopf vorhanden und erneut gilt das selbe Prinzip wie bei der sogenannten Abwrackprämie: Nur die ersten profitieren vom Staatsgeschenk. Dem Rest der Fahrzeugbesitzer bleibt die komplette Eigenfinanzierung.

Foto: sualk61

Doch bei dieser Einschränkung und diesem Kritikpunkt soll es nicht bleiben. Die Förderung kann schließlich nur von denjenigen genutzt werden, die auch eine Umrüstung bzw. Nachrüstung umsetzten. Ob dies allerdings geschieht, liegt nicht zwangsläufig am Willen des Fahrzeughalters, denn häufig existieren gar keine Rußpartikelfilter – speziell für seltene Fahrzeuge. Für die Hersteller lohnt sich nämlich oftmals keine Produktion für Nischenfahrzeuge, da die Rentabilität nicht gewährleistet wird. Die Konsequenzen muss der kleine Unternehmer tragen, der ohne Rußpartikelfilter bald nicht mehr alle Umweltzonen in den Städten anfahren darf. Existiert ein Filter und es wird nicht nachgerüstet, sinkt der Wert des Wagens ins Bodenlose, ein Wiederverkauf wird nahezu unmöglich. Spezialrußpartikelfilter können da aber schnell um die 2.000 Euro betragen, obwohl der Restwert des Fahrzeuges meist nicht viel höher ausfällt. Dass die Wagen im Kleingewerbe allerdings bis zum bitteren Ende genutzt werden müssen, damit sich die Sonderanfertigungen rentieren, wurde bei Einführung der Prämie wohl nicht bedacht. So kommt es, dass nun Ausnahmemöglichkeiten angestrebt werden. Gibt es keine Rußpartikelfilter, soll das Befahren der Umweltzonen trotzdem möglich sein – ein Lösung, die städtischen Fahrzeugen ohne Nachrüstung seit je her vorbehalten war.

Abschließend lässt sich noch kritisieren, dass viele Fahrzeugbesitzer von der Förderung und speziell der Limitierung der Förderung nichts wissen. Damit die Bedingungen für alle gleich sind, sollte eine breit angelegt Werbekampagne initiiert werden, in dem man kreative Werbetexte und Slogans entwickelt: Textagentur.

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Jetzt noch Rußpartikelfilter nachrüsten

Ende dieses Jahres läuft der staatliche Zuschuss für die Nachrüstung von Rußpartikelfilter bei Diesel-Fahrzeugen aus. Bisher haben nur knapp 60.000 Autofahrer von der Förderung Gebrauch gemacht. Wer den Zuschuss über 330 Euro vom Staat noch haben möchte, sollte auf jeden Fall noch vor Ende des Jahres den Antrag stellen. Ähnlich wie bei der Abwrackprämie gilt hier „wer zuerst kommt mahlt zuerst“, die Anträge werden in der Reihenfolge bearbeitet in der sie eingegangen sind. Dem ADAC zufolge gibt es noch Fördergelder für knapp 100.000 Umrüstungen. Viele Verbraucher scheinen noch zu zweifeln ob sie ihr Auto, zum Beispiel einen älteren 1er BMW, nachrüsten lassen sollen da man häufig neben dem Kauf eines Rußpartikelfilter BMW auch noch den alten Katalysator umtauschen muss.

Nachrüsten lohnt sich in jedem Fall, sowohl für den Geldbeutel, aber natürlich auch für die Umwelt. Diesel-PKW ohne einen Rußpartikelfilter BMW zahlen einen höheren Steuersatz. Ein Anrecht auf Förderung haben Diesel-Fahrzeuge die bis einschließlich 31.12.2006 zugelassen wurden, wenn sie zwischen dem 01.01.2010 und dem 31.12.2010 nachträglich mit einem Rußpartikelfilter 1er BMW ausgestattet wurden.

Den Antrag muss man beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Dies kann auch online geschehen. Das Antragsformular muss allerdings ausgedruckt und unterschrieben werden und mit einer Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I bis zum 15.02.2011per Post an das BAFA geschickt werden.

Für Diesel-Fahrzeuge die nicht nachgerüstet werden erhöht sich der jeweilige Steuersatz in den Jahren 2007 bis 2011 jährlich um 1,20€ pro 100 cm³ Hubraum. Bei einem 1er BMW mit knapp 2000 cm³ Hubraum würde sich die Kfz-Steuer um jährlich 24 Euro erhöhen.

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Russpartikelfilter im ADAC-Test

Über Rußpartikelfilter zum Nachrüsten gibt es immer wieder Diskussionen und verschiedene Meinungen. Bei den Autofahrern herrscht Verunsicherung, da oft und lange über schlecht, ungeeignete Partikelfilter gesprochen wurde. Der ADAC hat mehrere Rußpartikelfilter zum Nachrüsten getestet. Das Fazit des Test: alle derzeit angebotenen Nachrüstpartikelfilter funktionieren einwandfrei und machen die Abgase von Dieselfahrzeugen sauberer. Getestet wurden die Nachrüstsysteme von HJS, TwinTec Remus und Rußpartikelfilter Volkswagen.

Der ADAC hat in einem praxisnahen Test geprüft, ob und wie gut die Abgase gefiltert werden. Im Durchschnitt wurden die Emissionen um circa 45 Prozent reduziert. Sie wurden in CO und CO2 umgewandelt. Außerdem wird auch Stickstoffoxid gefiltert, NO2-Minderung lag bei circa 30 Prozent.

Die zu prüfenden Rußpartikelfilter wurden in einen VW Golf 1,9TDI eingebaut. Es wurden verschiedene Fahrten simuliert. Unter anderem eine 1500km lange Stadtfahrt. Bei all diesen Testfahrten wurde lediglich ein minimaler Dieselmehrverbrauch von 0,05 bis 0,15 Liter pro 100 Kilometer gemessen. Die Sorge, dass der nachgerüstete Partikelfilter VW einen höheren Spritverbrauch mit sich bringt, ist damit unbegründet.

Der ADAC empfiehlt die Nachrüstung älterer Fahrzeuge mit einem Partikelfilter. Bei PKW’s wird die Nachrüstung vom Staat mit bis zu 330 Euro gefördert. Der Wirkungsgrad von geschlossenen Systemen in Neuwagen wird naturgemäß nicht erreicht. Beim Neuwagenkauf sollte man auf diesen Ausrüstungsstand unbedingt achten.

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Filter-Förderung: Aktuelle Regelung

Seit dem 01. Juni 2010 können Anträge zur Förderung des nachträglichen Einbaus von Partikelfiltern eingereicht werden. Auf der Website des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt es eine Online-Maske für die Filter-Förderung.

Das Programm zur Förderung der Partikelfilter bei Diesel-Pkw wird auch im Jahr 2010 fortgesetzt. Der Staat fördert Dieselpartikelfilter mit 330 Euro.

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Ohne Rußpartikelfilter keine grüne Plakette

Wer sein altes Auto noch nicht mit einem Rußpartikelfilter aufgerüstet hat, der kann jetzt Probleme bekommen, wenn er dem Wagen in einigen Städten in Deutschland unterwegs sein möchte. Mehr zum Rußpartikelfilter auf www.derwesten.de.

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